Schulangst

Kommen wir also nun zur so genannten Schulangst.

Anzeichen dieser Schulangst sind, vor allem bei Grundschulkindern:

– morgendliche Übelkeit
– Magenschmerzen
– Herzbeklemmungen
– die Unfähigkeit etwas zu essen vor der Schule

Diese Symptome müssen keine Schulangst signalisieren, treten sie aber vorwiegend in der Schulzeit auf, so muss dagegen etwas unternommen werden.

Hier ist es wichtig, dass die Eltern wiederum keine Angst haben zuzugeben, dass ihr Kind schulängstlich ist.
Viele Eltern meinen, dass sie alleine die Schuld treffe, dass sie durch einen verfehlten Erziehungsstil alleine die Schulangst ihrer Kinder erzeugt hätten. Die Hilfe für ihr Kind wird daher leider oft unterlassen.

Die eigenen Schuldgefühle werden nach außen projiziert, der strenge Lehrer muss herhalten aber auch andere missliche Umstände wie bösartige Kinder, überfüllte Klassenzimmer oä.

Doch eine echte Hilfe stellt diese Erkenntnis oder besser Projektion nicht dar. Der Gang zum Psychologischen Berater, den es in jedem Schulaufsichtsbezirk gibt) wird ebenso unterlassen wie das Gespräch mit dem Lehrer über die Angst des Kindes.

Um dem Kind zu helfen müssen alle zusammenarbeiten, ohne Vorurteile. Nur so kann man für das Kind die passende Hilfe finden. Vor allem, wenn man die passenden Blüten auswählen möchte, bedarf es aller Informationen.

Wo liegen aber nun die Ursachen für eine Schulangst?

Ursache ist häufig eine symbiotische Abhängigkeitstendez zur Mutter, die aber auch auf Gegenseitigkeit beruhen kann. Hier ist dann die Blüte CHICORY angezeigt.

Es kann aber auch ein akuter Familienkonflikt dahinter liegen.

Hier sind je nach Lage des Konflikts verschiedene Blüten angezeigt.

– Die Angst, dass die Eltern sich trennen. AGRIMONY, LARCH, PINE, HEATHER

– Die Angst, dass der Vater die Mutter schlägt, oder umgekehrt. RED CHESTNUT

Jedoch gibt es noch andere Ursachen für die Schulangst.

– Es können unbewusste Trennungsängste sein, die sich aus einer konkreten Angst (Mimulus) heraus entwickeln. Sie führen zur Anklammerung an die Mutter. Hier hilft uns HEATHER

– Es ist die Angst, der Mutter könnte zu Hause etwas passieren, wie z.B. sie könnte sich verletzen oder krank werden oder es könnte ein böser Einbrecher kommen usw. Bei dieser Angst braucht das Kind RED CHESTNUT.

– Es ist die Befürchtung, die kleineren Geschwisterchen könnten zu Hause bevorzugt werden. Hier hilft uns HOLLY wegen der Eifersucht, die übrigens auch auftritt wenn ein kleineres Geschwisterchen geboren wurde. HEATHER hilft uns, wenn das Kind immer wieder versucht sich in den Mittelpunkt zu stellen.

– Es kann auch eine ganz unspezifische Angst sein, einfach das Gefühl, dass etwas passieren könnte mit dem Geschwisterchen oder den Eltern, nichts Konkretes alles ist sehr diffus, dies zeigt die Notwendigkeit der Blüte ASPEN an.

– Das Kind ist der Meinung mit der Situation außer Haus nicht zurecht zukommen, nicht fertig zu werden. Dies kann nun LARCH oder ELM sein. Larch – Kinder haben immer Angst vor den Dingen außerhalb oder wenn sie allein sind. Es fehlt ihnen also an Selbstvertrauen .

Elm – Kinder fühlen sich überfordert von Dingen die sie sonst gut erledigen konnten.

All diese Ursachen führen natürlich auch zu Unkonzentriertheit während des Unterrichts. Die Angst lähmt sie, sie können nicht mehr denken und geraten so leicht in Stress. ELM stellt hier eine gute Hilfe dar.

Wird nun ein Kind tatsächlich nicht fertig mit den Situationen in der Schule, verfestigt sich sein Mangel an Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, es fühlt sich als Versager.

Dies hat speziell in der Vorpubertät und dann in der Pubertät zur Folge, dass sich zu den bestehenden Ängsten auch noch tiefe Traurigkeit bis hin zu Depressionen einstellen. Die Schüler ziehen sich zurück um den Anforderungen auszuweichen, oftmals zeigen sie ein übertriebenes Schlafbedürfnis. Dadurch verstärken sich jedoch die depressiven Verstimmungen.

Um diese Depressionen aufzulösen reicht es meist aus einige Wochen mit den Blüten MUSTARD, WILD ROSE, LARCH, ELM und MIMULUS zu arbeiten.


Bachblueten in Schulangst

Die Anforderungen von Elternhaus und Schule, hier meine ich nicht nur die ausgesprochenen Anforderungen der Eltern, hier zählen auch die nicht ausgesprochenen Erwartungen der Eltern hinzu, jedoch, -so glaube ich -, sind die Anforderungen der Gesellschaft, des Massenbewusstseins also, viel schwerwiegender für die Schulängste verantwortlich. Denn dieses Massenbewusstsein erreicht Eltern, Lehrer und Schüler gleichermaßen und zwingt so den Schüler etwas zu tun

– was ihm nicht liegt

– was seinen Neigungen nicht entspricht

– was von ihm als Unsinn erkannt wird

– oder was schlichtweg eine Überforderung für ihn darstellt.

Bereits im Kindergarten wird aus diesem Grund und sonst keinem, der Lebensweg des Kindes vorgeplant. Und, meine Damen und Herren, in diesem Plan kommt eine Hauptschule nicht vor.

Wer es nicht schafft auf eine „höhere“ Schule zu gehen muss wohl blöd sein. Dieses Denken haben dann die Kinder, aber auch die Lehrer werden von diesem Denken geprägt.

Sie sehen unser aller denken muss anders werden. – Jeder Maurer kann sich ein Haus ohne Plan bauen aber nicht jeder Architekt kann mauern. –

In unserer Welt ist es notwendig, dass alle Arbeiten, vom Straßenfeger bis Bankdirektor, erledigt werden.

Jeder hat seine für ihn bestimmte Stelle an die ihn unserer aller Schöpfer gestellt hat. Erledigen wir dort unsere Aufgabe nach all unseren Kräften, so werden wir nie Mangel erleiden, auch nicht in seelischer Hinsicht, denn er sorgt dafür dass es uns an nichts mangeln wird.

Werden wir allerdings an eine Stelle gestellt, wo wir nicht hingehören oder wir unser Kind zu einem bestimmten Beruf veranlassen, so werden sich Mangelzustände, zunächst in der Seele und später im Körperlichen einstellen.

 

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