Schwierigkeiten?

Was sind Schwierigkeiten?

Schwierigkeiten sind zum einen Dinge die schwer sind, nicht einfach, nicht leicht; sie kosten uns Mühe und verlangen nach Anstrengung. Zum anderen beschreiben Schwierigkeiten Dinge, die für uns heikel, unangenehm sind oder als schlecht bezeichnet werden.

Betrachten wir uns nun die Schwierigkeiten im Umfeld Schule, so können wir leicht erkennen, dass sich dort sehr wohl ganz natürliche Schwierigkeiten abzeichnen:

  • Hier steht zuerst der Lehrer, die Lehrerin als Bezugspersonen, denn sie sind anders, als die Bezugspersonen, die man bisher kannte.
  • Das Umfeld,
  • der große Klassenraum, sind vollkommen anders, als es bisher für das Kind war
  • die vielen Kinder, mit ihren ausgeprägten individuellen Neigungen und Prägungen.
  • Der Stoff,
  • die Arbeit mit Zahlen
  • die Arbeit mit Buchstaben

Hierzu ein Test:

Bitte nehmen sie den Stift in die schreibungewohnte Hand – schließen sie die Augen und schreiben ihren Namen auf einen Zettel. Schreiben sie nun „DieSchule macht mir Spaß.“

Sie sehen es ist sehr schwierig!

Aber weiter – Können sie mir sagen wie das hier heißt? KPHTH
Nun – es heißt Kriti und heißt übersetzt Kreta.
Im Griechischen spricht man das P als R und das H als I.

Sie sehen, weder lesen noch schreiben ist einfach, es bereitet dem Schulanfänger schon so seine Schwierigkeiten.

Doch es sind nicht nur diese Schwierigkeiten, die auf das Schulkind einwirken. Es kommen auch noch soziale Komponenten hinzu. Wie verhalte ich mich in dieser oder jener Situation? Was meint der Lehrer damit? Warum schimpft er jetzt? usw.

Darüber hinaus ist es ja auch so, dass viele Eltern oder Großeltern, die diese Schwierigkeiten erlebten nun ihren Kindern klar machen, dass Schule schwierig ist: „Warte, wenn du erst mal in der Schule bist, dann . . . !“ oder „Der Lehrer wird es dir schon zeigen“, aber sie kennen sicher selber genügend solcher Sprüche, die uns programmieren, – wie einen Computer und wenn wir dann soweit sind – das Programm abläuft – können wir nicht anders als so oder so handeln.

Eine weiter Schwierigkeit stellt auch das so genannte Massenbewusstsein dar. Das uns suggeriert was man zu tun und zu lassen hat. Dazu gehörte es nun einmal, dass man in der Schule gut ist – doch was ist gut? – Schließlich soll es unser Kind besser haben und dazu braucht es gute Noten, eine gute Schulbildung – Abitur – Studium. Diese Gedanken haben sich unseren Köpfen so fest gefressen, dass auch die Kleinen nicht mehr anders können als sich diesem Leistungsdruck der Gesellschaft zu beugen. Und das, meine Damen und Herren, das ist schwierig.

Alle auftretenden Schwierigkeiten, Probleme, Anforderungen, Überforderungen, Konflikte die die Kinder in der Schule treffen werden in eine Assoziation gesetzt. Das heißt die momentan ausgeführte Handlung wird mit dem Konflikt verknüpft.

Ganz einfach ausgedrückt:
Während das Kind den Buchstaben „E“ schreibt, stellt der Maxi etwas an, der Lehrer schimpft ihn.

Nun wird die Tätigkeit schreiben – der Buchstabe „E“ – und das Schimpfen gemeinsam im Gedächtnis abgelegt. Stoßt das Kind wieder auf das „E“ wird die erlebte Situation wieder aktiv. Doch jetzt kommt das Entscheidende – erlebte das Kind das Schimpfen als eine Bedrohung, Erniedrigung oder als Angst erzeugende Situation, so wird es sich immer negativ oder schlecht fühlen, wenn es über den Buchstaben „E“ insbesondere beim Schreiben, kommt.


Bachblueten in Schwierigkeiten?

Da ich Ihnen nun einiges über die Hintergründe der Schwierigkeiten für die Kinder in der Schule aufgezeigt habe, denke ich wird es Ihnen schon klarer wo die speziellen Schwierigkeiten Ihres Kindes liegen. Sie verstehen natürlich jetzt auch deutlicher was Ihnen in der Schule Schwierigkeiten machte und können so mit Ihrem Verständnis allein bereits ihrem Kind helfen.

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