Abschluss des Systems

(1934) Mit der letzten Blüte (VINE) glaubte er seine Arbeit abgeschlossen zu haben. Er machte sich daran ein Häuschen auf dem Land zu suchen und dieses dann mit selbst gefertigten Möbeln auszustatten. Das Schreinern machte ihm sehr viel Spaß.

Aber das Gefühl der Ratlosigkeit, welches ihn immer wieder zu seinen Forschungsarbeiten aufrief überkam ihn dabei und er erkannte, dass er noch nicht alle negativen Seelenzustände abgedeckt hatte.

Das Wissen und die Zuordnung der zweiten 19 Blüten sollte er jedoch auf eine völlig andere Art und Weise gewinnen, als dies bei den ersten 19 Blüten der Fall war.

Während der Tage, welche der Entdeckung der Pflanzen der dritten Serie vorausgingen, geriet Bach selbst in den negativen Seelenzustand, zu dessen Heilung die betreffende Pflanze notwendig war. Er litt derartig intensiv unter diesen Stimmungen, dass sich seine Mitarbeiter wunderten, wie ein Mensch solche seelischen Qualen ertragen könne, ohne den Verstand zu verlieren. Er durchlebte nicht nur die seelischen Krisen, manche dieser emotionalen Zustände waren auch von massiven organischen Krankheitssymptomen begleitet.

Nun es war ja nicht damit getan zu wissen, dass ein neues Mittel gefunden werden müsse. Hier zeigte sich seine unumstößliche Glaubenskraft. Er machte sich zu Fuß, mit dem Rad oder wenn er zu schwach war mit dem Auto unterwegs, die geeigneten Pflanzen zu finden. In all der Zeit behandelte er weiterhin Patienten und führte auch seine umfangreiche Korrespondenz.

Als Beispiel hier nur die Entdeckung von CHERRY PLUM im März 1935: Bach litt an einer schweren Stirnhöhlenentzündung, qualvollen Schmerzen im Bereich der Wangenknochen und außerordentlich starkem Dauerkopfschmerz. Die Schmerzen waren von solcher Intensität, dass er in seiner Verzweiflung schon fast glaubte, er werde den Verstand verlieren. Eines frühen Morgens ging er los um die geeignete Pflanze zu suchen. Unterwegs fiel ihm plötzliche eine mit den weißen Blüten der KIRSCH-PFLAUME (CHERRY PLUM) übersäte Hecke ins Auge. Er pflückte einige der blühenden Zweige ab und nahm sie mit nach Hause.

Die Sonne war aber im März noch nicht stark genug um die Sonnenmethode anwenden zu können. So entschloss er sich das Element Feuer durch die Wärme eines Herdes zu ersetzen. Er gab die blühenden Zweige in kochendes Wasser und ließ sie etwa eine Stunde ziehen. – Die Kochmethode war entdeckt. – Nach dem Erkalten siebte er die Flüssigkeit ab und nahm einige Tropfen davon ein. In kürzester Zeit waren seine seelischen Qualen verschwunden, auch die körperlichen Beschwerden klangen ab.

Während der folgenden sechs Monate fand er noch die fehlenden 18 Mittel. Seine Sensibilität war zu dieser Zeit so gesteigert, dass er oft Stunden bevor ein Patient ihn konsultierte seine Krankheitssymptome aufnahm und somit das richtige Mittel für diesen Patienten schon parat hatte wenn dieser kam.


Bachblueten in Abschluss des Systems

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