Entdeckung: 12 Heiler

Die ersten Blüten die Dr. Bach entdeckte und die den Nosoden auch in der Polarität entsprachen waren Impatiens und Mimulus. Er bereitete sie her, wie er es auch mit den Nosoden machte, also homöopathisch. Entsprechend der Persönlichkeitsmerkmale verschrieb er sie dann seinen Patienten und erzielte bemerkenswerte Erfolge. In diesem Jahr fand er auch noch die wilde CLEMATIS.

Ende 1929 entschloss er sich alle anderen Behandlungsmethoden aufzugeben und nur noch mit seinen drei Pflanzenmitteln zu arbeiten und gleichzeitig nach neuen Kräutern Ausschau zu halten.

Er betrachtete seine gesamte bisherige Arbeit als eine Vorstufe seines neuen Heilverfahrens, dass er nun gefunden hatte. Alle seine alten Aufzeichnung vernichtete er, damit niemand in Zweifel kommt, wenn er auf seine Irrwege stößt.

Er gab seine Londoner Praxis auf, welche ihm im Jahr mehr als 5.000 Pfund einbrachte und zog zum Bedauern seiner Kollegen aufs Land. Er fühlte jetzt ganz deutlich, dass in ihm eine Art göttliche Inspiration erwachte, das intuitive Wissen um die verborgenen Heilkräfte der Natur. Er war sich auch bewusst, dass er die göttliche Gabe besaß, mit seinen Händen zu heilen. Immer wieder verspürte er, dass er seine Hand auf den Arm oder Fuß eines Patienten legen sollte und der Patient dadurch gesund wurde.

Mit 43 Jahren und wenig Geld kam er in Wales an. Zu seiner Enttäuschung waren in dem Koffer, in dem er seinen Mörser und Stößel, für die Herstellung der Heilmittel, vermutete nur Schuhe. – Ein Wink des Schicksals, denn er brauchte den Mörser nicht, aber die Schuhe. Denn viele Kilometer und viele Tage sollte er durch die Natur wandern bis er seine Blüten fand. Und für die Herstellung der Blütenessenzen ergab sich eine neue Methode.

Da er überhaupt nicht wusste welche Pflanzen er suchen sollte, schloss er primitive Pflanzen wie Moose, Kakteen und Meerespflanzen – außerdem alle Giftpflanzen und die zu Ernährung benutzten Pflanzen aus. Weiter ging er davon aus, dass nur die Blüte genommen werden müsse, da sie der potentielle Same der Pflanze war. In ihr schlummert die volle Kraft und das Wissen der Pflanze. Die Blüte ist es auch die den Kontakt zur Tierwelt unterhält.
Als er einmal am Morgen durch ein Feld ging, in dem noch stark der Tau war, schoß im plötzlich der Gedanke in den Kopf, dass jeder Tautropfen einige der Eigenschaften der Pflanze, auf der er ruhte, enthalten müsse; denn die Hitze der Sonne wirke gleichsam durch die Flüssigkeit hindurch und entziehe so der betreffenden Pflanze ihre Wirkkräfte, so lange, bis der auf ihr liegende Tautropfen vollkommen mit der Kraft der Pflanze aufgeladen ist.

Und dann begriff er: „Wenn es möglich wäre, die Heilkräfte der Pflanzen, nach denen er immer noch suchte, so zu gewinnen, dann müsste die entsprechende Arznei notwendigerweise die vollkommene und ungetrübte Heilenergie der betreffenden Pflanze enthalten. Das so gewonnene Präparat würde in einer Weise heilen, wie es noch keine andere bis dahin entwickelte Arznei vermocht hatte.

Er machte sogleich einen Versuch. Er sammelte den Tau von Blüten, welche im vollen Sonnenlicht standen und Tau von Blüten der gleichen Art, welche im Schatten waren. Sein hochentwickelter Tastsinn vernahm die Vibrationen welche von dem Tau ausgingen. Sie war in den von der Sonne beschienenen stärker. Seine Theorie war bestätigt.

Seine Sensibilität nahm immer mehr zu: Er brauchte nur ein Blütenblatt auf die Zunge zu legen und schon verspürte er die Wirkkraft der Pflanze. Das Einsammeln von Tau aber war viel zu arbeitsintensiv und anstrengend. Er kam zu dem Entschluss, dass es ausreiche, wenn Wasser mit den Blüten in die Sonne gestellt werde. – Das war nun die einfache Methode nach der er schon immer gesucht hatte.

Es ist eine alchemistische Methode, denn es werden dazu die vier Elemente
Feuer, Wasser Erde und Luft benötigt.

Bach sagte:
„Die Erde ist der Boden, der die Pflanze trägt und sie erhält; die Luft ist es, die sie nährt; die Sonne oder das Feuer befähigt sie, ihre Kraft zu übertragen, und das Wasser schließlich nimmt ihre wohltätigen Heilkräfte auf und speichert sie.“

Aufgrund der Einfachheit dieser Methode schrieb Bach: „Lasst euch nicht durch die Einfachheit dieser Methode von ihrer Anwendung abhalten; denn je weiter wir in unseren Forschungen voranschreiten, um so deutlicher werden wir das Prinzip der Einfachheit in der gesamten Schöpfung erkennen.“

(1930) In dem kleinen Küstenstädtchen Cromer beobachtete er die Menschen und die weite Natur.

Die erste Blüte die er nach seiner neuen Methode testete war AGRIMONY, DER ODERMENNING. Die Blüten dieser Pflanze sind ein Heilmittel gegen Kummer, gegen den ruhelosen, gequälten Seelenzustand, der sich so häufig hinter der Maske gespielter Fröhlichkeit verbirgt. Ihre Einnahme führt den Menschen zu Optimismus und Kommunikationsfähigkeit.
Die Lektion dieser Pflanze ist, Sie zu befähigen, in Gegenwart aller Prüfungen und Schwierigkeiten Frieden zu bewahren, bis keiner mehr die Macht hat, Sie aus der Ruhe zu bringen. (An diesen Stellen zitiere ich passende Stellen aus Bachs Schriften.)

Die nächste Pflanze war CHICORY, DIE WEGWARTE. Sie ist das geeignete Mittel gegen die Überbesorgtheit und gegen ein übertriebenes Interesse an den Angelegenheiten anderer Menschen. Die Wirkkraft dieser Pflanze schenkt all jenen Ruhe und heitere Ausgeglichenheit, die dazu neigen, sich aufgeregt und fahrig in fremde Angelegenheiten einzumischen. Ihre Einnahme führt den Betroffenen zu Mütterlichkeit und zur bedingungslosen Liebe.
Wenn wir die Fähigkeit, uns selbst in der Liebe und Fürsorge für unsere Mitmenschen zu verlieren, das großartige Abenteuer, Wissen zu erlangen und anderen zu helfen, zu genießen, ausreichend entwickelt haben, findet unser persönlicher Kummer und unser eigenes Leid rasch ein Ende. Dies ist das hohe und endgültige Ziel: Unsere eigenen Interessen für den Dienst an der Menschheit aufzugeben.

Ein paar Tage später fand er DAS KLEIN BLÜHENDE EISENKRAUT, VERVAIN genannt. Sie ist die Pflanze für Menschen, die leicht in übertriebene Begeisterungs- und Verspannungszustände kommen. Ihre Einnahme bringt eine bewusst gelenkte Inspirationskraft.
Wir sollten danach streben, so nachsichtig, so still, so geduldig und hilfreich zu sein, dass wir uns unter unseren Mitmenschen mehr wie ein Lufthauch oder ein Sonnenstrahl bewegen. Wir sollten stets bereit sein, ihnen zu helfen, wenn sie uns darum bitten, aber wir sollten ihnen niemals unsere eigene Ansicht aufzwingen.

Als nächstes potenzierte er die wilde CLEMATIS, DIE WEIßE WALDREBE. Bach erkannte, dass diese für die Behandlung des gleichgültigen, schläfrigen Seelenzustands geeignete Pflanze auch in Fällen von Ohnmacht und Bewusstlosigkeit äußerst hilfreich ist. Sie ist auch eine Blüte die in den Rescue( Rescue – eine Mischung aus fünf Blüten für alle Notfälle. Das ERSTE HILFE Mittel schlechthin. ) – Tropfen enthalten ist.
Dieses Heilmittel verleiht Stabilität und versetzt den Patienten auf eine mehr praktisch orientierte Ebene. Die CLEMATIS bringt die Menschen >auf die Erde< und versetzt sie auf diese Weise in die Lage, ihre Aufgabe in dieser Welt zu erfüllen.

Dann folgten CENTAURY, DAS TAUSENDGÜLDENKRAUT, UND CERATO, DIE BLEIWURZ. CERATO ist nicht in England beheimatet, sie stammt aus dem Land der Weisheit, aus Tibet und ist selbst als Kulturpflanze schwer zu finden. Ihre Heilwirkung liegt insbesondere in Fällen von Selbstzweifel, die Einnahme führt zu Intuition und Annahme der inneren Führung.
BLEIWURZ wird uns dazu verhelfen, zu unserer Individualität und unserer eigenen Persönlichkeit zu finden und uns in die Lage versetzen, frei von äußeren Einflüssen die große Gabe der Weisheit, die wir besitzen, zum Nutzen der Menschheit einzusetzen.

CENTAURY hingegen erweist sich besonders wirksam gegen Schwäche; denn es kräftigt und belebt den Körper und den Geist, unter der Einnahme von CENTAURY kommt es zu Selbstbestimmung und Individualisierung.
Tausendgüldenkraut, das auf unseren Wiesen wächst, wird Dir dazu verhelfen. Dein wahres Selbst zu finden, so dass Du zu einem aktiven positiven Arbeiter werden kannst, anstatt ein passiv Handelnder zu bleiben.


Bachblueten in Entdeckung: 12 Heiler

Am letzten schönen sonnigen Tag dieses Jahres gewann Edward Bach die Essenz von SCLERANTHUS, dem einjährigen Knäuel. Sie ist die geeignete Pflanze gegen Unentschlossenheit und die organischen Folgen dieses Seelenzustands.
Unbeständigkeit kann man durch die Entwicklung von Zielgerichtetheit ausmerzen, indem man sich eine feste Meinung bildet und die Dinge mit Bestimmtheit angeht, anstatt ständig hin- und herzuschwanken. Selbst wenn wir zu Anfang manchmal Fehler machen, ist es besser zu handeln, als Gelegenheiten zu verpassen, die erfordern, dass wir eine Entscheidung fällen. Schon bald werden wir mehr Bestimmtheit haben. Die Angst, sich ins Leben zu stürzen, wird verschwinden und die gewonnen Erfahrungen werden unseren Geist leiten, so dass er sich bessere Urteile bilden kann.

Nun kamen die langen Wintermonate, die Bach nutzte um seine neu entdeckten Blütenmittel an den Menschen von Cromer auszuprobieren und diese zu heilen.

(1931) Im nächsten Jahr also fand er WATER VIOLET, DIE SUMPFWASSERFEDER, das geeignete Mittel für die ruhigen unnahbaren Menschen, die es vorziehen, in ihrem Leiden allein zu sein und ihren Kummer schweigend ertragen.
. . . wir lernen, in der Welt vollkommen alleine dazustehen und gewinnen dadurch die tiefe Freude vollständiger Freiheit und sind deshalb zu wahrhaftigem Dienst an der Menschheit fähig. Und wenn wir dies verwirklicht haben, ist es uns kein Opfer mehr, sondern außergewöhnliche Freude der Hilfsbereitschaft unter allen Umständen.

Rein intuitiv wusste er, dass eine fehlende Heilsubstanz im HERBSTENZIAN, GENTIAN, zu finden war. Er spürte, dass dieser Gentian die Kraft besitzt, Menschen, die sich schnell entmutigt und niedergeschlagen fühlen, wieder von ihren grüblerischen Zweifeln befreit. Jedoch war es im Frühsommer noch zu früh eine blühende Pflanze zu finden. Im September fand er sie dann endlich.

Der kleine Enzian unserer hügeligen Wiesen verhilft uns dazu, unsere Zielgerichtetheit aufrechtzuerhalten und eine fröhliche und hoffnungsvollere Einstellung zu bewahren, selbst wenn der Himmel bedeckt ist. Der Herbstenzian wird uns stets Mut verleihen und uns die Erkenntnis bringen, dass wir nicht versagen können, wenn wir unser Bestes tun, was auch immer das scheinbare Ergebnis ist.

Nun fehlte ihm nun noch eine Blüte, die Suche danach musste er aber auf das nächste Jahr verschieben, da der Winter vor der Tür stand und die Sonne zu wenig Kraft hatte um die Sonnenmethode anzuwenden.

(1932) Da seine Londoner Patienten und Freunde ihn immer wieder drängten zurückzukommen und eine Praxis zu eröffnen, kam er diesen Wünschen nach und wollte ein paar Monate in London praktizieren und dann die fehlende Blüte seiner 12er Reihe suchen. Die Zeit wurde dem hochsensibilsierten Bach zur Qual. Er erkrankte seelisch-geistig sowie auch körperlich. Zuflucht fand er nur den relativ ruhigen Parks, dort schrieb er sein Büchlein „Free Thyself“ (Befreie dich selbst). Er hielt es daher auch nur zwei Monate aus und machte sich dann sogleich auf die Suche nach seinem 12. Mittel. Er spürte, dass dieses Mittel eines der wichtigsten sein werde, denn es würde ihm die Möglichkeit geben, auch solche Menschen zu heilen, die wegen einer akuten Gefahr oder Notlage in einem Zustand äußerster seelischer Bedrängnis waren, zu heilen.

Das diese Vermutung richtig war zeigte ihm das Schicksal:
Kurz vor seiner Abreise von London wurde er zu einer Patientin gerufen, die einen plötzlichen Blutsturz erlitten hatte. Als er zu ihr kam erbrach sie immer noch Blut. Sie selbst und auch die Angehörigen waren in Panik, da niemand wusste, was zu tun war: Bach selbst hatte noch keine Blüte, die ihr helfen konnte, so trat er an ihr Bett, legte seine Hand auf ihre Schulter und sagte: „Sie werden schon bald wieder gesund sein. Legen sie sich jetzt ruhig hin und schlafen sie.“ Die Blutung war sofort zum Stillstand gekommen, und die Dame hatte dann drei Stunden tief geschlafen.
Nachdem sie aufgewacht war, hatte sie eine Kleinigkeit gegessen, eine Zigarette geraucht und war dann schon am selben Nachmittag ein Stöckchen spazieren gegangen.

Die Fähigkeit durch Handauflegen zu heilen, war eine Begabung von der Bach schon als kleiner Junge immer träumte und die er nun immer wieder anwenden durfte. Viele seiner Patienten fühlen sich schon wohl wenn sie nur in seiner Nähe waren.
In solchen Fällen der Verzweiflung, der Panik und akuten Notlagen würde ein zur Auflösung der Angst- und Panikgefühle geeignetes Mittel von unschätzbarem Wert sein. Er fand es IN ROCK ROSE, DEM GELBEN SONNENRÖSCHEN, dass er dort fand wo er auch Gentian im Jahr zuvor entdeckte. Der ganze Boden war von den strahlend – gelben Blüten übersät. Als er sie sah wusste er intuitiv, dass dies die Pflanze gegen Zustände der panischen Angst und des Schreckens ist.

 

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